Anstieg Reha-Aufenthalte wegen psychischer Krankheit
(kb). Die Zahl der Reha-Aufenthalte wegen psychischer Erkrankungen ist innerhalb der letzten 10 Jahre um ca. 75 % gestiegen. Im Jahr 2014 bewilligte die Deutsche Rentenversicherung 155 000 Klinikaufenthalte zur Reha. Zehn Jahre zuvor waren es nur 89.350 entsprechende Bewilligungen gewesen. Im ambulanten Bereich wurden 9150 Leistungen bewilligt, 2005 waren es 1890.
Die Rentenversicherung führt den Anstieg vor allem darauf zurück, dass psychische Störungen besser erkannt werden. Zuletzt waren unter den Versicherten, die Reha-Leistungen wegen psychischer Erkrankungen in Anspruch nahmen, 54 % Frauen und 46 % Männer. Bei den Männern gab es 2014 am häufigsten Reha-Leistungen wegen einer Abhängigkeitserkrankung. Der Anteil der Sucht-Reha an allen medizinischen Klinik-Rehaleistungen lag bei 7,2 %. Bei Frauen lag er nur bei 2,1 % (Depressionen und Angsterkrankungen waren die Hauptursache für die Inanspruchnahme einer Reha-Maßnahme).
Die gesetzliche Rentenversicherung führt unter der Bezeichnung Rehabilitation Behandlungen mit dem Ziel durch, die Erwerbsfähigkeit von Patienten wesentlich zu bessern oder wiederherzustellen.