Fortbildung in Psychotherapie-Supervision (DGVT)
Interessierte ZuhörerInnen bei der Eröffnungsveranstaltung der 15. Workshoptagung der DGVT im Jahr 2005 erinnern sich vielleicht an die umfangreichen und spannenden Inhalte im Vortrag von Dr. Ulrike Willutzki zum Thema "Berufliche Entwicklung von PsychotherapeutInnen – Irrwege, Umwege und Königswege". Eine Weiterentwicklung der vorgetragenen Ergebnisse und Inhalte konnten in Dortmund 15 TeilnehmerInnen im ersten Lehrgang "Fortbildung in Psychotherapie-Supervision (DGVT)" für sich nutzen.
Neun Frauen und sechs Männer nahmen bis zum Oktober 2006 über einen Zeitraum von ca. 18 Monaten an insgesamt 180 Seminarstunden teil und haben zusätzlich eine eigene Tätigkeit als SupervisiorIn und Co-SupervisorIn ausgeübt sowie an regionalen Intervisionsgruppen teilgenommen. Die vorgesehenen 75 h Supervisionstätigkeit teilten sich auf in 50 h Co-Supervision, die Elemente beinhalteten wie die Teilnahme an einer Livesupervision, Tätigkeit als Co-SupervisorIn sowie die Vorstellung der Supervision in der Kleingruppe auf der Basis von Video- und Audioaufzeichnungen, und als zweiten Teil in 25 h eigene Supervisionstätigkeit. Die Gruppe setzte sich zusammen aus KollegInnen mit einer eigenen psychotherapeutischen Praxis und KollegInnen, die in stationären Einrichtungen wie psychiatrischen Kliniken, Straffälligenhilfe und Rehabilitationskliniken angestellt sind. Interessantes Detail ist, dass die Teilnehmenden im Zeitraum des Lehrgangs bei unterschiedlichsten Gruppen von SupervisandInnen tätig waren.
Auf der Basis der Erfahrungen unseres ersten Lehrgangs plant die Lehrgangsleitung (Ulrike Willutzki und Andreas Veith) zusammen mit den mitwirkenden ReferentInnen unter dem neuen "Dach" der Akademie für Fortbildung in Psychotherapie (afp-Mitte) den zweiten Lehrgang (Starttermin 27.04.2007) in Dortmund.
Seit Sommer 2006 findet unter dem Dach der Akademie für Fortbildung in Psychotherapie (afp-nord) auch ein Berliner Kurs "Fortbildung in Psychotherapie-Supervision (DGVT)" statt. Hier ist die Besonderheit, dass die Teilnahme an einzelnen Seminarbausteinen bis zum Sommer 2007 möglich ist (www.afp-info.de).
Somit hat sich nach einer dreijährigen Vorarbeit ein wichtiges Element in den Fort- und Weiterbildungsaktivitäten der DGVT und afp etabliert und es wird spannend, welche weiteren Impulse aus der inhaltlichen Arbeit entstehen werden.
Anke Tolzin, Akademie für Fortbildung in Psychotherapie
Quelle: VPP 4/2006