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Waltraud Deubert

Krankenhaus-Report 2005 des Wissenschaftlichen Institutes der AOK (WIdO) wurde am 22. November der Presse vorgestellt

30. Januar 2007

Der Krankenhaus-Report befasste sich schwerpunktmäßig mit Integrierter Versorgung (IV). "Die Integrationsversorgung ist ein zartes Pflänzchen, das noch viel Pflege braucht, um für die Patienten Früchte zu tragen.

 

Soll ein neuer Versorgungstypus entstehen, der mehr ist als nur eine Kooperation zwischen Krankenhäusern und ambulanten Ärzten, sind noch mehr Ideen, mehr Risikokapital und mehr Zeit nötig". So fassen die Autoren des Krankenhaus-Reports die Situation in den Projekten der integrativen Versorgung zusammen. Die Zahl der neu geschlossenen Integrationsverträge sei zwar durchaus beachtlich, doch einzelne Kooperationen zwischen den Kliniken und niedergelassenen Ärzten machten noch keinen neuen Versorgungstyp aus. Dafür müsse sich insgesamt die Struktur im Gesundheitswesen ändern und das Budgetvolumen ausgeweitet werden. In diesem Zusammenhang begrüßten die Herausgeber die Ankündigung der Bundesregierung, die Anschubfinanzierung für die Integrierte Versorgung bis 2008 zu verlängern.
Bislang sehen Krankenhäuser in Integrationsverträgen oft nur die Möglichkeit, sinkende Fallzahlen und leerstehende Betten zu kompensieren. Die Zusammenarbeit mit den Niedergelassenen soll Patienten bringen und die Bindung an die jeweilige Klinik stärken. Aufgrund ihrer Organisationsfähigkeit und ihrer Bündelung von Kompetenzen hätten Krankenhäuser mehr Möglichkeiten, innovative Modelle Integrierter Versorgung zu entwickeln, sagte Henner-Schellschmidt, einer der Herausgeber des Reports. Damit der Aufbau integrierter Systeme gelingen kann, müsse der Gesetzgeber dauerhafte Rahmenbedingungen schaffen und damit die Grundlage für eine ausreichende Investition von Risikokapital.

Quelle: Krankenhaus-Report 2005 (WIdO), www.wido.de