Die Berichterstatter*innen für psychische Gesundheit der Bundestags-Fraktionen haben am 12.10.2023 einen interfraktionellen Parlamentskreis Suizidprävention gegründet, mit dem sie den Gruppenantrag für eine gesetzliche Regelung der Suizidprävention begleiten wollen. Dem Parlamentskreis Suizidprävention gehören Kirsten Kappert-Gonther (Grüne), Dirk Heidenblut (SPD), Kathrin Vogler (Die LINKE) sowie Diana Stöcker (CDU) und Kristine Lütke (FDP) an.
Im Juli 2023 war eine gesetzliche Regelung des Zugangs zur Suizidassistenz gescheitert. Beide zur Abstimmung stehenden Gesetzentwürfe fanden keine Mehrheit im Bundestag. Zeitgleich mit der Ablehnung der zwei Gesetzentwürfe zur Suizidassistenz hatte im Juli 2023 der Antrag zur Stärkung der Suizidprävention eine große Mehrheit gefunden. Seither erarbeitet die Bundesregierung unter Federführung des BMG eine Nationale Suizidpräventionsstrategie, die voraussichtlich im Frühjahr 2024 veröffentlicht werden soll.
Die DGVT hatte als Teil eines breiten Bündnisses aus Psychotherapieverbänden, Fachgesellschaften der Suizidprävention, der Hospizarbeit und der Palliativversorgung im Vorfeld der Abstimmung zweier Gesetzentwürfe zur Suizidassistenz im Bundestag ein Suizidpräventionsgesetz noch in dieser Legislaturperiode gefordert.