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Rehabilitation  • VPP 2/2006

Praxisleitfaden zur ICF veröffentlicht

30. Januar 2007

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) hat im März des Jahres einen Praxisleitfaden zur ICF (Internationale Klassifikation der funktionalen Gesundheit) veröffentlicht.

 

Ziel dieses Leitfadens ist es, insbesondere die an der Schnittstelle zur Rehabilitation (z.B. Reha-Zugang, Reha-Nachsorge) tätigen Ärzte und andere Fachkräfte mit der Konzeption der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) vertraut zu machen und die ICF als Instrument für die systematische Erfassung der bio-psycho-sozialen Aspekte unter Berücksichtigung der Kontextfaktoren näher zu bringen. Dies bedeutet eine Ergänzung des bio-medizinischen Modells (ICD) um das bio-psycho-soziale Modell (ICF). Der trägerübergreifend konzipierte Leitfaden vermittelt einen Einblick in die Bedeutung und die praktischen Anwendungsmöglichkeiten der ICF und er ist insbesondere auch auf die ICF-bezogenen Anforderungen für die Qualifikation zur Reha-Verordnung gemäß den Reha-Richtlinien abgestimmt.

Anhand eines komplexen Fallbeispiels wird vermittelt, wie anamnestische Daten und klinische Befunde mit den Begrifflichkeiten der ICF korrelieren.
Das konkrete Anwendungsbeispiel macht auch den Ansatz der ICF für die interdisziplinäre Zusammenarbeit deutlich. Durch die Praxisorientierung des Leitfadens sollen neben Ärzten, der primären Zielgruppe, auch möglichst viele weitere am Reha-Prozess beteiligte Professionen (z.B. Reha-Fachkräfte, Sachbearbeiter, Servicestellenmitarbeiter) erreicht werden. Die Vermittlung der ICF soll nicht zuletzt auch bei den betroffenen Menschen selbst ein bio-psycho-soziales Verständnis der Rehabilitation fördern.

www.bar-frankfurt.de/upload/ICF-Praxisleitfaden-druck_1445.pdf