Protokoll der Mitgliederversammlung Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie - Berufsverband Psychosoziale Berufe (DGVT-BV) e. V.
Freitag, 28.3.2014
Hörsaal 1a, Rost- und Silberlaube, Freie Universität Berlin
Beginn: 17.15 Uhr, Ende: 18.45 Uhr
Anwesend: 30 stimmberechtigte Mitglieder
TOP 1
Eröffnung und Wahl des Versammlungsleiters
Wolfgang Schreck eröffnet die Mitgliederversammlung und begrüßt die Anwesenden. Er schlägt Mechthild Greive als Versammlungsleiterin vor. Die Anwesenden stimmen per Handzeichen ohne Gegenstimmen dem Vorschlag zu. Frau Greive nimmt die Wahl an und übernimmt die Moderation. Sie stellt fest, dass mit der VPP 1/2014 ordnungsgemäß und fristgerecht zu der Mitgliederversammlung eingeladen wurde.
TOP 2
Beschlussfassung über die Tagesordnung
Die vorgeschlagene Tagesordnung findet die Zustimmung der Mitglieder.
TOP 3
Beschlussfassung über das MV-Protokoll vom 12.04.2013, abgedruckt in der VPP 3/2013, S. 782 ff.
Das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 12. April 2013 wird einstimmig angenommen.
TOP 4
Bericht des Vorstands
Heiner Vogel leitet den Bericht ein mit einem kurzen Überblick über die Entwicklungsgeschichte des DGVT-Berufsverbandes.
Ein wichtiger Schwerpunkt der Aktivitäten im zurück liegenden Jahr war das Engagement in den Kammern. Hier wird sehr viel geleistet durch unsere ehrenamtlichen Mitglieder. Themen der Niedergelassene spielen eine große Rolle im Berufsverband genauso wie die Anliegen der Angestellten, z.B. die aktuelle Diskussion um das Pauschalisierte Entgeltsystem für Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) oder die Anstellungsverhältnisse. Mittlerweile stellt unser Verband 20 von ca. 100 Delegierten beim Deutschen Psychotherapeutentag. Dadurch sind wir in der Lage, Diskussionen inhaltlich mitzugestalten.
Heiner Vogel gibt – ergänzend zum schriftlich vorliegenden Bericht – einen kurzen Überblick.
Mitgliederentwicklung
Der DGVT-Berufsverband hat zwei Jahre nach seiner Gründung 2.242 Mitglieder (Stand 12. März 2014). Es handelt sich um 1.061 „Altmitglieder“, die bereits Mitglieder in der DGVT e.V. waren, und 1.181 Neumitglieder. Insgesamt gibt es 1.504 PiAs unter den Mitgliedern.
Mailinglisten
Die Mailinglisten werden stark nachgefragt. Insbesondere für die Kostenerstatter gibt es sehr viel Unterstützung. Damit hat der DGVT-BV ein Alleinstellungsmerkmal. Von anderen Vereinen gibt es häufig keine Unterstützungsangebote für Kostenerstatter.
TOP 5
Finanzbericht des Vorstands
Der Haushalt des DGVT-BV hat – entsprechend der Einnahmen durch die Mitgliedsbeiträge – mit 88.200 € ein noch relativ geringes Volumen. Das Bilanzergebnis weist ein Plus von 4.800 € aus.
Es wird die Frage gestellt, warum die Sonstigen Kosten so hoch sind. Gerhard Brückner (Kassenprüfer) antwortet, dass diese zum Beispiel die Kosten für Logoentwicklung, Werbung, Raummieten, Rechtsberatungskosten, Homepage und Wirtschaftsprüfung durch Adjuvaris abdecken. Es wird vereinbart, im Finanzbericht in Zukunft fünfstellige Beträge unter Sonstiges einzeln aufzuführen.
Von einem Mitglied wird gefragt, warum die Personalkosten so gering sind. Heiner Vogel antwortet, dass es mit den aktuellen Mitteln nicht möglich sei, mehr für Personal auszugeben. Langfristig soll bei größeren Einnahmen aber mehr Personal eingestellt werden. Derzeit werde der Großteil der Arbeit des Berufsverbands durch ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder geleistet. Mechthild Greive fügt noch hinzu, dass das Personal natürlich nach TVöD bezahlt wird. Jürgen Friedrich fragt, ob es nicht möglich wäre, Überschüsse aus der Akademie an den Berufsverband abzugeben. Vorstandsmitglied, Wolfgang Schreck, antwortet, dass dies nicht möglich sei, da der gemeinnützige Verein DGVT e. V. steuerrechtlich keine Mittel für berufspolitische Aktivitäten aufwenden darf.
TOP 6
Entlastung des Vorstands
Gerhard Brückner, der interne Kassenprüfer, stellt den Bericht der Kassenprüfung vor. Die Prüfung erfolgte am 7.3. und 8.3.2014 in Tübingen. Die diesjährige Kassenprüfung fand als Komplettsichtung aller Unterlagen statt, da es sich um die erste Prüfung seit Gründung des Vereins handelte. Die Aufzeichnungen der Geschäftsvorfälle des Vereins sind vollständig, fortlaufend und zeitgerecht. Erfreulich ist, dass es dem Vorstand und der Verwaltung des DGVT-BV e.V. gelang, trotz der durch die Neugründung verursachten erheblichen Umstrukturierungen, die Geschäftsabläufe sicher zu stellen und fristgerecht sowohl für den Wirtschaftsprüfer als auch für die Rechnungsprüfer sämtliche Unterlagen bereit zu stellen. Es ist festzustellen, dass die Trennung von DGVT und DGVT-BV formal und inhaltlich gelungen ist. Der am 14.3.2014 vorgelegte Prüfbericht der Wirtschaftsprüfgesellschaft Adjuvaris benennt ebenfalls keine Beanstandungen.
Gerd Per stellt fest, dass der Berufsverband bereits in 2012 seine wirtschaftliche Tätigkeit aufgenommen hat und fragt, ob für dieses Jahr nicht geprüft wurde und ob man den Vorstand deshalb jetzt für 2012 und 2013 entlasten müsse. Kassenprüfer Gerhard Brückner antwortet, dass 2012 zusammen mit 2013 geprüft wurde. In 2012 hätte es noch rote Zahlen gegeben wegen der hohen Startkosten und der geringen Einnahmen. In 2013 wären die Zahlen bereits im positiven Bereich. Mechthild Greive ergänzt, dass der Vorstand bereits letztes Jahr für 2012 entlastet wurde, da eine Prüfung der Kasse durch die Wirtschaftsprüfgesellschaft Adjuvaris stattfand.
Der Vorstand wird bei drei Enthaltungen (durch den Vorstand selbst) von der Mitgliederversammlung für das Haushaltsjahr 2013 entlastet.
TOP 7
Berichte der Fachgruppen und Delegierten
Fachgruppe Niedergelassene (ergänzend zum schriftlich vorliegenden Bericht)
Jürgen Friedrich, Sprecher der Fachgruppe, berichtet über die Aktivitäten der Fachgruppe. In der Mailingliste gab es einen kurzen Einbruch in den Mitgliederzahlen, nachdem nur noch Mitglieder des Berufsverbands die Liste nutzen durften. Mittlerweile haben sich die Teilnehmerzahlen aber wieder erholt. An dieser Stelle äußert Jürgen Friedrich den Wunsch nach einem Internet-Forum. Dies sei nötig, um die Emailflut einzudämmen.
Aktuell gibt es wenige VertreterInnen für die Themen der Niedergelassenen in den einzelnen Bundesländern. Hier wäre es sein Wunsch, dass sich noch mehr Interessierte finden. Als langfristige Ziele wolle man sich dafür einsetzen, dass der Praxisbezug der Psychotherapeutenausbildung erhalten bleibt und dass man von anderen Fachgruppen unabhängiger werde (zum Beispiel von ärztlich geführten Krankenhäusern).
TOP 8
Berichte der Kommissionen
In diesem Jahr gibt es noch keine ausführlichen Berichte der Kommissionen, da sie ihre Arbeit teils erst seit diesem Jahr aufgenommen haben.
TOP 9
Bericht des Länderrats (ergänzend zum schriftlich vorliegenden Bericht)
Länderratssprecherin Alexandra Klich berichtet über die Aktivitäten des Länderrats. Ein wichtiges Thema ist die Ausbildungsreform. Weitere Schwerpunkte waren die Kammerwahlen und die Pflege der Beziehungen zu den Ausbildungsinstituten. Hier besteht das Anliegen, die Landesgruppenarbeit mit den Ausbildungsinstituten zu vertiefen und mehr PiAs für die politische Arbeit zu gewinnen. In Bezug auf den Bericht gibt es eine Korrektur. Die Funktion in der Landeskonferenz der Psychotherapeutenverbände Niedersachsen habe Alexandra Klich erst vor kurzem übernommen.
TOP 10
Anträge und Satzungsänderungsanträge
Anträge und Satzungsänderungsanträge liegen nicht vor.
TOP 11
Verschiedenes
Mike Mösko weist darauf hin, dass viele PiAs in den Berufsverband eintreten, um die Ausbildung günstiger zu erhalten und nach Abschluss wieder austreten. Er schlägt vor, die PiAs strukturell zu integrieren, zum Beispiel als Teil des stimmberechtigten Vorstands.
Heiner Vogel erklärt, dass der Vorstand entschieden hat, ab der nächsten Sitzung des erweiterten Vorstandes einen PiA-Vertreter zu kooptieren. Zum Thema Beteiligung der PiAs im Berufsverbandentwickelt sich eine Diskussion. Die Versammlungsleiterin, Mechthild Greive, schlägt vor, auf der nächsten Mitgliederversammlung des Berufsverbands einen Tagesordnungspunkt zum Thema „Wollen wir PiA im Berufsverband?“ aufzunehmen. Es erfolgt eine Abstimmung und wird einstimmig so beschlossen.
Ein weiterer Punkt wird von Johannes Broil aus dem Ethikbeirat eingebracht. In NRW laufen gerade die Vorbereitungen auf die Kammerwahl. An dieser Stelle dankt er der Geschäftsstelle für die Unterstützung. Allerdings würde er sich noch mehr davon wünschen, da NRW so groß sei. Daher der Wunsch, dass auf der nächsten Mitgliederversammlung Chancen und Möglichkeiten von Regionalisierung besprochen werden. Mechthild Greive weist darauf hin, dass dies möglich sei, wenn es dafür einen entsprechenden Antrag gibt.
Mechthild Greive beendet die Mitgliederversammlung um 18.45 Uhr.
Versammlungsleiterin: Mechthild Greive
Geschäftsführender Vorstand: Heiner Vogel
Protokollantin: Anna Millek