Rechenschaftsbericht der Fachgruppe Psychotherapeuten/-innen in Ausbildung (PiA-AG) für das Jahr 2015
Die Arbeitsgemeinschaft der PiAs (PiA-AG) versteht sich als Fachgruppe und Interessenvertretung der sich aktuell in Ausbildung befindenden Psychologischen PsychotherapeutInnen und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen der DGVT.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2008 ist die PiA-AG verbandsintern und verbandsübergreifend tätig. Folgende Aktivitäten fanden im Jahr 2015 statt.
Aktivitäten
Die Wahl der neuen Vertreterinnen und Vertreter der PiA-AG im März 2015 in Tübingen ergab eine neue Zusammensetzung der AG. Derzeit engagieren sich Andreas Böse (PP, Dresden), Stephan Czeschka (PP, München), Simone Folke (PP, Bielefeld), Eline Rimane (PP, München), Judith Jasper (PP, Bodensee) und Benjamin Seifert (PP, Berlin). Kristin Pfeiffer, Sonja Geiping und Hannah Anika Bäßler verließen die PiA-AG nach langjähriger Mitarbeit. Für ihre Arbeit in den vergangenen Jahren möchten wir uns noch einmal recht herzlich bedanken. Wie bereits in den vergangenen Jahren, verließen auch SprecherInnen, die neu gewählt wurden, die PiA-AG aufgrund von Überlastung durch die Ausbildungssituation.
Im Rahmen der DGVT-Workshoptagung in Tübingen traf sich die PiA-AG, traditionell im Anschluss an das KurssprecherInnentreffen, um interessierte PiAs über die Arbeit ihrer Interessenvertretung zu informieren und zur aktiven Mitgestaltung einzuladen.
Auf unserem PiA-AG-SprecherInnen-Treffen in München (08.08. - 09.08.2015) wurde weiter an der Positionsentwicklung der PiA-AG zur geplanten Ausbildungsreform gearbeitet. Da die Implementierung eines Direktstudienganges immer wahrscheinlicher wird, liegt unser Fokus in der aktuellen Debatte vor allem auf der Klärung folgender offener Fragen:
- Wie sieht die Zukunft der KJP Ausbildung aus, da hier ein massiver Einbruch der Auszubildendenzahlen zu befürchten ist?
- Welche Anzahl an PT-Plätzen und Studienplätzen und welche vergüteten Stellen nach dem Studium sollen wirklich entstehen?
- Wie soll Tiefenpsychologie, systemische und humanistische Therapieverfahren an den VT-dominierten Universitäten gelehrt werden?
- Wie soll die Vergütung der Ambulanzstunden (Ausbildung vs. Weiterbildung) geklärt werden?
- Wie sollen Quereinstiege ermöglicht werden?
Eine befriedigende Klärung dieser Fragen hat bei unserer Einmischung in den Transitionsprozess oberste Priorität. Vor allem aber bemühen wir uns, dass die breite Diskussion über die Ausbildungsreform nicht die Diskussion über Verbesserungsmöglichkeiten der aktuellen Lage der AusbildungsteilnehmerInnen völlig verhindert. Des Weiteren wurden Vorbereitungen zur Organisation der Verleihung des DGVT-PiA-Preises 2016 in Berlin getroffen und wir thematisierten erneut mögliche Verbesserungsmöglichkeiten in der direkten Kommunikation zwischen uns und den PiAs an den Instituten. Unser Ziel ist es, die Anzahl der in den DGVT-Mailverteiler eingetragenen PiAs zu erhöhen und einen halbjährlichen PiA-Newsletter zur Informationsweitergabe über den Verteiler einzuführen.
Unsere Homepage konnte durch die Arbeit von Simone Folke nach den Schwierigkeiten durch den Rückzug von Carla Luthardt als Webbeauftragte wieder aktualisiert werden. Des Weiteren wurden von Eline Rimane neue PiA-AG Poster erstellt, um sie in den Institutsräumlichkeiten auszuhängen. Diese Aktion wurde erstmals 2014 durchgeführt und hat den Bekanntheitsgrad der PiA-AG deutlich erhöht.
Stephan Czeschka nahm am Treffen der bayerischen InstitutssprecherInnen der bayrischen Psychotherapeutenkammer und am bayerischen Landespsychotherapeutentag teil, außerdem vertritt er gemeinsam mit Eline Rimane die Interessen der PiAs vor Ort als Institutssprecher in München. Benjamin Seifert beteiligte sich an der Erarbeitung von Verbesserungsmöglichkeiten bei der Organisation des Berner Masters und nahm hierbei auch an einem Treffen mit Andreas Veith teil. Außerdem vertritt er die Interessen der DGVT-PiAs als Institutssprecher beim vierteljährlichen Berliner PiA-Forum. Benjamin nahm zudem am 8. PiA-Politiktreffen teil und ist ab sofort Teil des Organisationsteams. Außerdem wird er am Treffen der Berliner Psychotherapeutenkammer teilnehmen. Andreas Böse vertritt die PiA-AG bei den Treffen des erweiterten Vorstandes und nahm in dieser Funktion an der Sitzung des erweiterten Vorstandes in Hannover teil. Außerdem vertrat er die DGVT bei dem Einladungstreffen der ostdeutschen Psychotherapeutenkammer und er beteiligte sich am Gründungstreffen des ostdeutschen PiA-Forums in Potsdam. Des Weiteren ist er am Dresdner Institut Teil eines dreiköpfigen Institutssprecherteams zur Vertretung der PiA-Interessen.
Vorhaben der AG
Eine bessere bundesweite Vernetzung der DGVT-PiAs ist notwendig, um Veränderungen zu erreichen und die Hintergründe dieser Veränderungen zu kommunizieren.
Ziel der PiA-AG ist die Aktivierung einer möglichst hohen Anzahl von PiAs zur Vertretung ihrer eigenen Interessen und zur Wahrnehmung berufspolitischer Aktivitäten. Wir werden weiterhin auf eine Wahl von KurssprecherInnen in allen Ausbildungskursen drängen und arbeiten an einer Intensivierung des Kontaktes zwischen Kurssprechern und der PiA-AG. Weiterhin erhoffen wir uns perspektivisch eine weitere Integration von spezifischen Workshops für PiAs in den Berliner DGVT-Kongress. Die PiA-AG unterstützt vor allem alle Maßnahmen zur Verbesserung der Vergütung während der praktischen Tätigkeit. Die Abschlüsse mehrerer Kliniken mit ver.di zur Vergütung der PiAs sind hierfür ein Beispiel, dass dies keineswegs illusorisch ist.
Wir, als PiA-AG-Sprecher, danken dem Verein, dem Vorstand und der Geschäftsführung für ihr Vertrauen in die Arbeit der PiA-AG und ihre Unterstützung im Jahr 2015 und freuen uns auf die weitere aktive Arbeit als Vertreterinnen und Vertreter der Ausbildungsteilnehmer(innen) in 2016.
Für die PiA-AG:
Andreas Böse, Stephan Czeschka, Simone Folke, Eline Rimane, Judith Jasper und Benjamin Seifert