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Psychotherapie BV  • Rosa Beilage 3/2013

Versorgung von Bundeswehr-Soldaten zukünftig auch durch Privat-/Kostenerstattungs-Praxen?

15. August 2013
 

Die ambulante psychotherapeutische Versorgung von Bundeswehr-Angehörigen stellt angesichts der angespannten psychotherapeutischen Versorgungslage eine Schwierigkeit dar, die mittlerweile auch das Bundesverteidigungsministerium dazu veranlasst hat, über neue Versorgungszugänge für Bundeswehr-Soldaten nachzudenken.

Aktuell gilt der Sicherstellungsvertrag vom 1.1.2013 zwischen Bundesministerium der Verteidigung und der KBV (veröffentlicht unter: www.aerzteblatt.de/archiv/ 134456), der das „Verfahren zur Durchführung von Psychotherapie“ verbindlich regelt. Danach sind  bislang nur Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten behandlungsberechtigt und damit abrechnungsberechtigt: „Psychotherapeutische Behandlungen dürfen im Rahmen dieses Vertrages nur durch Ärzte oder Psychologische Psychotherapeuten erfolgen, die im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung zur Durchführung von psychotherapeutischen Behandlungen berechtigt sind.“

Die BPtK steht nun offenbar mit dem Verteidigungsministerium kurz vor dem Abschluss einer neuen Vereinbarung, die auch Privat- bzw. Kostenerstattungspraxen in diese Vereinbarung mit einbeziehen soll, vgl. Beitrag in der Ärztezeitung vom 18.7.2013:

„(…) Die Suche nach einem geeigneten ambulanten Therapieplatz kann für die Betroffenen zu einer Odyssee werden, nicht nur wegen der langen Wartezeiten. Ein Ausweg: Gesetzlich Versicherte können, wenn sie keinen zugelassenen Psychotherapeuten finden, auch psychotherapeutische Privatpraxen nutzen. Doch nicht jeder Psychotherapeut möchte oder kann Soldaten behandeln. Die Erfahrung im Umgang mit der Armee-Sprache fehlt vielen. Die BPtK und das Verteidigungsministerium verhandeln daher über einen entsprechenden Vertrag. Das Ziel: Betroffenen Soldaten soll der schnelle Zugang zu einer Psychotherapie gewährleistet werden. Kernpunkt ist eine Regelung für die Versorgung in Privatpraxen.“

Weiter: http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/versorgungsforschung/default.aspx?sid=842933&cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-C-_-20130718-_-Versorgungsforschung

Kerstin Burgdorf