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Gesundheitspolitik  • Gesundheitspolitik BV  • Rosa Beilage 3/2013

Weniger Überschüsse bei den gesetzlichen Krankenkassen

15. August 2013
 

Die gesetzlichen Krankenkassen weisen in ihren vorläufigen Finanzergebnissen des 1. Quartals 2013 zwar einen Überschuss von rund 850 Mio. Euro aus. Doch der Überschuss fiel erheblich geringer aus als im gleichen Vorjahreszeitraum. 2012 hatten die Kassen in den ersten drei Monaten noch ein Plus von 1,51 Milliarden Euro verbucht. Dies dürfte mit dem Wegfall der Praxisgebühr zusammenhängen. Die Krankenkassen haben dadurch im 1. Quartal 2013 450 Mio. Euro weniger eingenommen.

Eine Umfrage durch Kantar Health (vormals Emnid) im Auftrag des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen (BKK) im vergangenen Jahr hatte ergeben, dass nur 11 % der Befragten die Abschaffung der Praxisgebühr befürworten (wir berichteten in der Rosa Beilage 4/2013). Auch die Prämienausschüttung, die viele Krankenkassen angesichts der Überschüsse dieses Jahr vornehmen, wurde von den Versicherten im Vorfeld skeptisch betrachtet. 700 Mio. Euro fließen dieses Jahr an 7 Mio. Versicherte zurück, so eine Schätzung des Bundesgesundheitsministeriums.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, der die Zahlen Ende Juni in Berlin vorstellte, geht davon aus, dass die gesetzliche Krankenversicherung auch Ende des Jahres 2013 „auf einer soliden Finanzgrundlage“ stehen werde.

Weitere Informationen: Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums vom 20. Juni 2013 auf www.bmg.bund.de

Angela Baer