Die DGVT sieht durchaus Chancen in der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Der Maßstab muss dabei aber allein ein zusätzlicher Nutzen für die Patient*innen sein.
Anlässlich des Weltdrogentags 2019 (s. Stellungnahme der DGVT vom 26.5.2019) fordert der DGVT-Berufsverband, die notwendigen finanziellen Grundlagen für eine nachhaltige Verbesserung der Beratungs- und Behandlungssituation im Zusammenhang mit Sucht und Drogenkonsum zu schaffen. Hierzu zählen aus unserer Sicht auch eine Klarstellung zur Kostenübernahmepflicht der gesetzlichen Krankenkassen hinsichtlich des Drogenscreenings gemäß § 26 Abs. 2 der Psychotherapie-Richtlinie und Verbesserungen in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung insgesamt.
Auf einer von einer breiten Allianz psychotherapeutischer Fach- und Berufsverbände getragenen Fachtagung wurden verschiedene noch kritische Aspekte der geplanten Psychotherapeuten-Ausbildungsreform von Expert*innen beleuchtet und von ärztlichen und Psychologischen Psychotherapeut*innen sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen gemeinsam diskutiert.
Anlässlich des Weltdrogentags 2019 warnen die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vor den Folgen eines steigenden Cannabiskonsums insbesondere bei Jugendlichen. Die BZgA warnt vor den Folgen: „Die Anstiege des Cannabiskonsums bei jungen Menschen geben Anlass zur Sorge.“ Nahezu jeder zweite junge Mann im Alter zwischen 18 und 25 Jahren hat Cannabis bereits konsumiert. „Gerade für junge Menschen ist der Konsum von Cannabis mit hohen gesundheitlichen Risiken verbunden. Je früher und je häufiger konsumiert wird, desto größer ist das Risiko, an einer Psychose zu erkranken".
Eine Gruppe von Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen, „Psychologists / Psychotherapists for Future“, will mit wissenschaftlicher Expertise alle Klimaaktivist*innen sowie politische Entscheidungsträger*innen unterstützen und insbesondere die psychologischen Herausforderungen der Klimakrise in den Blick nehmen.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plant, die Struktur des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) zu verändern. Einem aktuell vorgelegten Referentenentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium zufolge soll sich die Zusammensetzung der Verwaltungsräte der MDK ändern. Wichtige Punkte hierbei sind die Aufnahme von Patientenvertreter*innen sowie eine geschlechterparitätische Besetzung der Verwaltungsräte. Der DGVT-BV begrüßt diese Elemente des Entwurfs ausdrücklich.
In einem Schreiben hat der DGVT-Berufsverband Minister Spahn als Rechtsaufsicht über den Gemeinsamen Bundesausschuss dazu aufgefordert, den Beschluss des G-BA vom 16. Mai 2019 zu beanstanden. In dem Beschluss sieht der G-BA nur ca. 800 zusätzliche Praxissitze vor. Nach dem G-BA-Gutachten von Ende 2018 wären mehr als 2400 zusätzliche Sitze notwendig gewesen, um den vorhandenen Bedarf an Psychotherapie zu erfüllen.