Die Tarifverhandlungen zwischen Ver.di und dem Verband kommunaler Arbeitgeber (VKA) kamen zu einem unbefriedigenden Ergebnis für alle im öffentlichen Dienst (TVöD) tätigen PP und KJP. Ende April/ Anfang Mai soll die seit langem überfällige Neufassung der Eingruppierungsordnung nun unterschrieben werden, bei der für PP und KJP die Entgeltgruppe 14 vorgesehen ist. Dieses Ergebnis bedeutet für viele KollegInnen keine Verbesserung, da sie in den Kliniken über freiwillige Zulagen oder Betriebsvereinbarungen bereits mehr Geld erhalten. Zudem wäre durch die explizite Benennung der PP/KJP in der Entgeltgruppe 14 auf Jahre hinaus die richtige (facharztangenäherte) Eingruppierung in EG 15 verhindert.
In den letzten Wochen folgte daher ausgehend von einer entsprechenden Resolution des Deutschen …
Haupttagesordnungspunkt des 28. DPT war die Reform der Psychotherapeuten-Ausbildung. Beraten wurden zudem aktuelle Fragen der Weiterqualifikation von approbierten Kolleginnen und Kollegen, die Reform der Psychotherapie-Richtlinie (Psychotherapeutische Sprechstunde, Gutachterverfahren etc.) und die Frage der Versorgung und Behandlung von Flüchtlingen.
Am 14. November tagte der Deutsche Psychotherapeutentag (DPT) in Stuttgart. Lesen Sie anbei einen Bericht unseres Landessprechers in Hessen, Karl-Wilhelm Höffler.
DGVT und DGVT-Berufsverband sehen in den Versuchen von Krankenkassen, die vorhandenen, eklatanten Defizite in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung durch online-basierte Selbsthilfeprogramme auf Rezept zu kaschieren, keine Lösung. Aktuell hat die DAK angekündigt, Versicherten mit leichten bis mittelgradigen Depressionen ein Online-Programm (Deprexis) zu verordnen. Aus Sicht von DGVT und DGVT-BV können Online-Programme allenfalls ergänzende Maßnahmen sein, die jedoch Psychotherapie nicht ersetzen.
Das Psychotherapeutengesetz von 1998 hat durch die Festlegung zu den Berufsausbildungen zwei neue Berufe geschaffen, die im Gesundheitsbereich, national und international, eine hohe Wertschätzung genießen. Das Forschungsgutachten zur Psychotherapieausbildung im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums aus dem Jahr 2009 hat die hohe strukturelle und fachliche Qualität der Ausbildung, auch aus Sicht der TeilnehmerInnen, eindrucksvoll bestätigt. Die angestrebte Ausbildungsreform muss sich an diesem Maßstab messen lassen.